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Wahlprogramm

 


Wahlprogramm 2011 der SPD Coppenbrügge
und Ihrer Bürgermeisterkandidatin Ute Fehn

 

Wir schreiben ZUKUNFT groß!

Unsere ZUKUNFT findet im Wesentlichen in 4 Bereichen statt:


Wohnen & Leben
Jung & Alt
Wirtschaft & Tourismus
Alternative & Erneuerbare Energie


Unser Coppenbrügge verändert sich ständig. Schauen wir auf die Menschen, die hier leben, erkennen wir:

Wir leben länger aber werden weniger.

Diese Veränderung stellt uns vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Demografischer Wandel und Klimaschutz sind genauso kommunalpolitische Themen wie Betreuung und Bildung, Ehrenamt und Feuerwehr. Pragmatische Lösungen für das Tagesgeschäft zu entwickeln ist da-bei ebenso der berechtigte Anspruch wie die Notwendigkeit, alltäglichen Entscheidungen in eine lange Linie guter Politik einzubetten. Gute Politik kann heute nur jene sein, die unsere Kinder und Enkel auch in vielen Jahren noch als die damals bestmögliche erkennen werden.

Die SPD hat in einer Reihe von „Foren“ die Schwerpunkte guter Kommunalpolitik
gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet.

Wir, die SPD aus den Ortschaften des Flecken Coppenbrügge,
wollen das Leben aktiv mitgestalten!

Zitat: „Der beste Weg die Zukunft vorherzusagen ist, sie aktiv zu gestalten.“

Willy Brandt

 


Wohnen & Leben

Die Infrastruktur in Coppenbrügge wollen wir nachhaltig verbessern. Dazu muss der Bau für die Orts-umgehung der B 1 um Coppenbrügge und Marienau vorangetrieben werden. Es ist nicht mehr hinnehm-bar, noch weitere fünf Jahre oder länger auf den Baubeginn zu warten. Die Gemeindestraßen weisen Schäden auf, die nicht nur geflickt werden dürfen. Die spätere Sanierung ist teurer als zeitnahe Repara-turen mit neuen Techniken und Materialien. Neben dem bestehenden Radwegenetz ist der Ausbau von Bürgersteigen in den Dörfern vorrangig zu betreiben. Areale um Spielplätze sind kindgerecht und ver-kehrsberuhigt zu gestalten. Die Bahnstrecke Löhne – Elze darf nicht zu einem Fracht-Highway ausgebaut werden. Wohnen an der Bahnlinie muss weiterhin lebenswert sein.

Nur mit einem guten Bildungsangebot können wir junge Familien als Neubürger gewinnen. Daher sind die kindgerechten Bildungsangebote weiter auszubauen und dürfen nicht bei einer 35 v. H.-Quote für Krippenplätze stehenbleiben. Das qualitative gute Kinderspielkreis- und Kindergartenangebot muss er-halten bleiben. Beide Grundschulen sind als Ganztagsschulen zu etablieren, mit einem zukunftsfähigen Angebot für die uns nachfolgende Generation. Nach der Schule müssen Freizeitangebote für Kinder und Jugendlichen oberstes Ziel sein.

In unseren Ortschaften fehlen bereits Dienstleistungsunternehmen. In Bisperode und Umgebung wollen wir die ärztliche Versorgung wieder sicherstellen. Anreize für junge Allgemeinmediziner wie Unterstüt-zung bei Grundstücksfragen, Räumlichkeiten oder Darlehensgewährung für Einrichtungen muss eine kommunale Aufgabe werden.

Die Nahversorgung mit Grundnahrungsmitteln der dörflichen Bevölkerung soll sicher gestellt bleiben. Zum Wohnwert gehört auch, die energetische Modernisierung der bestehenden Gebäude durch finan-zielle Anreize voranzutreiben. Hier wollen wir mit kommunalen Darlehen den Bürgerinnen und Bürgern ein Hilfsangebot unterbreiten. In neuen Baugebieten ist den potenziellen Bauherren bereits durch ener-gieeffiziente Vorgaben der Neu- oder Umbau anzubieten. Der Hochwasserschutz in Marienau, Dörpe, Herkensen, Behrensen, Bisperode und Harderode ist eine Grundpflicht.

Nicht nur in den Ortschaften Bessingen und Bisperode brauchen wir einen Zukunftsplan. Die Bürgerin-nen und Bürger des gesamten Flecken Coppenbrügge müssen von den Erfahrungen dieser Dörfer Kenntnis erlangen. Keiner muss das Rad neu erfinden.

Wir wollen Wohnen und Leben in gestärkter dörflicher Struktur trotz demographischer Entwick-lungen weiterhin liebens- und lebenswert gestalten!

Jung & Alt

Die Jugend ist die Zukunft unseres Fleckens Coppenbrügge. Wir – die SPD Coppenbrügge – werden ein neues Konzept für die Jugendarbeit in Coppenbrügge einführen.

1. Wir werden ein zentrales Jugendhaus in Coppenbrügge ohne Altersbegrenzung nach unten schaffen. Dieses Jugendhaus ist gleichzeitig der Sitz des Jugendreferenten, der die Eigeninitiative der Jugendlichen bei ihrer Freizeitgestaltung fördert.

2. Wir definieren die Aufgabe des Jugendreferenten neu: Er sorgt für die Integration von „bildungs-fernen“ Kindern und Jugendlichen in das Jugendhaus und die Jugendarbeit.

3. Er stellt seine soziale Aufgabe der Freizeitgestaltung der Jugendlichen voran.

4. Die Konzepte des ÖPNV werden so optimiert, dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeit be-kommen, das Jugendhaus für ihre Aktivitäten zu erreichen.

5. Bei einem Erfolg dieses Konzeptes ist eine Nachnutzung der dezentralen Jugendräume durch Jugendgruppen möglich und gewünscht.

Die Verwaltung wird den bestehenden Seniorenbeirat in ihre Arbeit einbeziehen, denn sozialpädagogi-sche Elemente und kulturelle Strukturen sorgen dafür, dass ältere Menschen vor Isolation bewahrt wer-den, kulturelle Bildung genießen und sich am kulturellen Leben beteiligen können.

1. Wir wollen die Integration der Senioren in die Jugendarbeit fördern.

2. Durch Neukonzeption wollen wir altersgerechte Wohnprojekte im Flecken Coppenbrügge för-dern, hier soll der Beirat seinen Sitz haben.

3. Die Seniorenarbeit soll über die Gemeindegrenzen hinaus koordiniert werden.

4. Der ÖPNV ist in dieses Konzept mit einzubinden.


Den demographischen Wandel können wir nicht ändern, aber wir können so Einfluss nehmen, dass sich die Auswirkungen in der Zukunft für uns wieder positiv entwickeln.

Wirtschaft & Tourismus

Politik und Verwaltung müssen die Faktoren Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsstruktur gleichermaßen be-rücksichtigen, um die Attraktivität des Flecken zu steigern und somit Abwanderung und daraus resultie-rende finanzielle Schieflagen zu verhindern. Ein aktives Ansiedlungsmanagement sowie eine Optimie-rung der Infrastruktur können dazu beitragen, das Steueraufkommen unserer Kommune zu erhöhen.

Angesichts eines teuren erschlossenen Gewerbegebietes ist festzustellen, dass dort eine Millioneninves-tition zur Zeit fast ungenutzt darnieder liegt. Kein Unternehmer würde sich das erlauben können. Also müssen wir diese Zukunftsinvestition zu Geld machen. Was dieses Gewerbegebiet braucht sind junge, innovative Unternehmer, die sich hier ansiedeln und durch neue Ideen auszeichnen.

Wir werden uns aktiv darum kümmern, jungen Unternehmen hier eine Startmöglichkeit zu geben, sodass wirtschaftliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten das Zusammenleben der Menschen hier im Flecken positiv beeinflussen können. Wir werden dafür Sorge tragen, dass eine schlagkräftige Verwaltung Wirt-schaftsförderung innovativ und zukunftsorientiert vorantreibt. Es wird zukünftig um eine aktive, fort-schrittlich geführte kommunale Wirtschaftsförderung gehen müssen, die ansässigen Unternehmer unbü-rokratisch und mit notwendiger Effizienz Unterstützung anbieten kann. Hierfür wird ein Fachberater
für Wirtschaft und Energie im Rathaus zur Verfügung stehen.

Wir brauchen neue Wirtschaftsstrukturen, die junge Unternehmer mit neuen Ideen nicht nur unterstützt, sondern auch mit entsprechenden Strukturen zukunftsorientiert fördert. Dazu sind kommunale Verwal-tung, Finanzwesen wie auch Wirtschaftsverbände mit ihren Fachkompetenzen aufgerufen, an einem Strang zu ziehen, um im Interesse eines Gemeinwesens handeln zu können.

Der Tourismus muss für die wirtschaftliche Entwicklung Coppenbrügges genutzt werden. Wir benötigen in diesem Bereich deutlich mehr Vernetzung und Koordinierung, insbesondere, was Tourismus-relevante Kapazitäten betrifft wie Privatvermieter, Gastwirte, landwirtschaftliche Direktvermarkter, Hand-werker, Verbände, Einrichtungen wie z. B. Museen, Schlössern, Burgen u.a. Nur so können diese ein-zelnen Angebote professionell und erfolgreich vermarktet werden.

Coppenbrügge hat ein reiches Gut an attraktiven Kulturstätten und Geschichte.

Der Klostergarten in Marienau, die Burganlage in Coppenbrügge, die Gutshöfe in Voldagsen so-wie in Diedersen und Bisperode, um nur einige zu nennen, prägen das geschichtliche Bild dieser Gemeinde.

Alternative & Erneuerbare Energien

Atomkraft mit ihren unbeherrschbaren Risiken ist die Energieform des vergangenen Jahrtausends. Was wir für die Zukunft brauchen, ist endlich ein konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien. Hier sowie beim Energiesparen wollen wir in Coppenbrügge Vorbild sein.

Entsprechende Maßnahmen sollen über den öffentlichen Raum hinaus auch in den privaten Bereich un-serer Einwohnerinnen und Einwohner Einzug halten. Es gilt, die Energiewende gerade dort finanzierbar und realisierbar zu gestalten. Dazu muss ein Mitarbeiter der Verwaltung zum kommunalen Energiebera-ter weitergebildet werden. Er wird für Privathaushalte sowie für die kommunale Wirtschaft als Ansprech-partner, Dienstleister und Mentor zur Verfügung stehen.

Wir werden einen kommunalen Fördermittelkatalog erstellen lassen. Hieraus soll schnell und einfach er-sichtlich sein, für welches geplante energetische Projekt mit welchen Fördermitteln zu rechnen ist. Der Aufbau eines kommunalen Solardachflächen-Katasters ist zu realisieren; dieses zeigt für Privathaushalte sowie für die kommunale Wirtschaft vorhandenes Potential auf und lässt dieses bei Interesse gewinn-trächtig vermarkten.

Wir werden nutzbare regenerative Energieträger wie
• Windkraft
• Biomasse (Pellet, Hackschnitzel und Holz)
• Kraft Wärme Kopplung (BHKW)
• Luft-/ Erdwärmepumpen
• Solarenergie
• Biogasanlagen

bei kommunalen Bauprojekten einsetzten, wenn deren Amortisation gegeben ist.

Zum Thema Windkraft bleibt festzustellen, dass der einzige Ort in unserem wunderschönen Flecken, welcher für den Einsatz von Windkraft in Frage kommt, nur der Bereich an der Landstraße 588 an den großen Kastanien sein kann. Wir, die SPD Coppenbrügge, werden die Energiepolitik der Landes-SPD weiter fokussieren und unterstützen.

Der durch SPD und Grüne forcierte Atomausstieg ist der einzige gangbare Weg, die Zu-kunft für uns und unsere Kinder sicherer zu gestalten. Es muss endlich Schluss damit sein, Entscheidungen über die Energiepolitik auf den Rücken unserer Kinder auszutra-gen.

Fazit

Wir sagen: Kindergärten, Schulen und Spielplätze sind kein Luxus, Straßen müssen sicher bleiben, die Kernorte müssen vom Schwerlastverkehr befreit werden, außerdem muss ein attraktives Angebot für Jung und Alt geschaffen werden.

Wir legen Wert auf eine lebenswerte Umwelt genauso wie auf eine gute und bezahlbare Versorgung der Menschen mit Gemeinschaftseinrichtungen.

Gute Kommunalpolitik ist Ehrensache, deshalb fördern und achten wir bürgerschaftliches Engagement.

Gehen Sie mit uns den richtigen Weg für unseren Flecken!

Wählen Sie am 11.09.2011:
Unsere Bürgermeisterkandidatin Ute Fehn !
Für Kreistag, Gemeinderat und Ortsrat die Kandidaten aus den Reihen der SPD !
 

 

 
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